Verstehe deine Katze besser, indem du subtile Stresssignale beobachtest

Als Katzenbesitzer ist es wichtig, nicht nur die eindeutige Körpersprache deiner Katze lesen zu können, sondern auch subtile Signale sagen dir viel!

Wir stellen zum Beispiel fest, dass viele Besitzer noch nie auf die Schnurrhaare ihrer Katze geachtet haben, obwohl diese uns verraten, wie sich die Katze fühlt. Indem du subtile Stressverhaltensweisen ignorierst und glückliches Verhalten mit Aufmerksamkeit belohnst, hast du einen großen Einfluss auf das Selbstvertrauen deiner Katze.

TIPP 1 - Schnurrhaare

Wenn die Schnurrhaare deiner Katze nach vorne zeigen, ist sie glücklich. Zeigen sie zur Seite, ist das eine neutrale Haltung, und wenn sie nach hinten zeigen und an den Wangen kleben, erwartet deine Katze eine Bedrohung und zeigt, dass sie sich nicht wohlfühlt.

Bemerkst du Letzteres, lass sie in Ruhe und schau nach, ob etwas vor sich geht, das ihr Stress bereitet und das du beseitigen kannst, wie zum Beispiel eine andere Katze, die den Durchgang blockiert, oder ein plötzliches Geräusch.

TIPP 2 - Schwanz

Ein aufrecht stehender oder wie ein Fragezeichen gebogener Schwanz zeigt eine glückliche, begrüßende Katze, die sich wohlfühlt. Hängt der Schwanz hinter dem Körper der Katze, ist das eine neutrale Haltung. Hängt der Schwanz der Katze jedoch nach unten, parallel zum Boden, zeigt die Katze, dass sie sich nicht wohlfühlt. Ignoriere sie dann, prüfe, ob du stressige Dinge im Haus entfernen kannst, und sorge dafür, dass sie den Raum verlassen kann.

Wedelt die Katze mit dem Schwanz, ist das ein Zeichen von Irritation. Lass deine Katze also wieder in Ruhe und schau, ob du ihr helfen kannst, zum Beispiel indem du die andere Katze separierst, einen Vorhang zuziehst, damit sie keine Katzen mehr draußen sieht, oder das Staubsaugen stoppst, bis sie in einem anderen Zimmer ist.

TIPP 3 - Zunge

Katzen, die Stress empfinden oder verarbeiten, lecken sich sehr schnell mit der Zunge über die Oberlippe. Wenn du das nicht kennst, hast du es möglicherweise noch nie beobachtet. Aber sobald du das weißt, wirst du es bei deinen Katzen schneller erkennen. Dieses Signal ist nicht schlimm, sorge einfach dafür, dass deine Katze in Ruhe und Gelassenheit verarbeiten kann, was sie wahrnimmt. Lass sie also unbedingt in Ruhe.

TIPP 4 - Fell

Eine gereizte Katze zeigt kleine Zuckungen im Fell auf Höhe des Rückens. Es macht nichts, wenn du das noch nie gesehen hast, aber achte ab jetzt darauf. Das kann auch auf Flöhe oder Juckreiz hinweisen, aber auch auf Irritation durch etwas, das sie in der Umgebung bemerkt, oder etwas, das gerade passiert ist.

TIPP 5 - Kommunikation

Katzen kommunizieren den ganzen Tag über, hauptsächlich mit Gerüchen. Diese Gerüche wollen sie den ganzen Tag über in ihrer Umgebung hinterlassen. Köpfchengeben ist eine 'grüne Flagge' und ein Zeichen von Wiedererkennung und Freude. Kratzen ist eine 'orange Flagge' und bedeutet, dass die Katze Stress verarbeitet, oder dass sie Gerüche hinterlässt, damit sie ihre Umgebung beim nächsten Mal besser wiedererkennen kann. Markieren im Haus ist ein klares Zeichen von Stress, Schmerz oder Unbehagen (wenn deine Katze kastriert ist). Geh dann so schnell wie möglich mit deiner Katze zum Tierarzt, um eine Krankheit auszuschließen.

TIPP 6 - Verstecken

Eine Katze, der es aus irgendeinem Grund gerade nicht gut geht, wird sich verstecken. Das ist ok, das ist die Art und Weise, wie deine Katze mit der Umgebung umgeht, die ihr in diesem Moment nicht ganz vertrauenswürdig erscheint. Wenn du deiner Katze also nicht in die Augen schauen kannst, lass die Katze komplett in Ruhe. So lernt sie, dass sie sich sicher verstecken kann.